Ist selbst zu verlegen

Einfach, schnell, sauber

Kaum ein Bodenbelag ist so einfach zu verlegen wie ein Laminatboden. Trotzdem gilt: Werfen Sie als erstes nach dem Kauf einen Blick in die beiliegende Verlegeanleitung und lassen Sie Ihr Laminat mindestens für 24h in dem Raum liegen, in dem Sie es verlegen wollen. Laminat besteht überwiegend aus Holz, dass sich erst der Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit entsprechend anpassen muss, bevor Sie es verlegen können.

Der Untergrund

Das A und O beim Verlegen eines Laminatfußbodens ist die Beschaffenheit des Untergrundes. Ist er eben genug und ausreichend trocken? Bei Estrichböden ist eine sogenannte Dampfbremse erforderlich, zum Beispiel eine handelsübliche PE-Folie (ca. 0,2 mm Dicke). Diese verhindert, dass etwaige Restfeuchte aus dem Boden nach oben dringt. Weiterhin benötigen Sie eine Dämmunterlage, um den Trittschall zu reduzieren. Laminatboden kann aber nicht nur auf Estrich, sondern auch auf vorhandenen Altböden, wie zum Beispiel Holz, Stein, Keramik, Kunststoff o.ä. verlegt werden. Hierbei sind jedoch unbedingt die herstellerspezifischen Angaben zu beachten!

Für jeden Raum das richtige Laminat

Jeder Wohn- und Arbeitsraum ist unterschiedlichen Schmutzbelastungen ausgesetzt. Hier zeigt Laminat seine Vielseitigkeit: Für Küchen und vergleichbare Räume können Sie sich neben den herkömmlichen Produkten auch für einen Laminatboden mit antibakterieller Oberfläche entscheiden. Diese Böden verfügen über eine spezielle Nutzschicht, die Bakterien und Keimen keine Chance lässt.

Best Practices: Laminat verlegen

• Verlegen Sie zunächst zwei bis drei Reihen probeweise. Die Dielen gerade und winklig ausrichten, so dass Nut und Feder ineinander greifen. Die erste Diele einer Reihe sollte mindestens 40 cm lang sein. Keile sichern den Wandabstand von mindestens 8 mm, damit das Laminat arbeiten kann.

• Anschließend sollten Sie ausrechnen, wie Sie mit der Breite des Raumes zurechtkommen. Die Dielen der letzten Reihe sollten nicht weniger als 5 cm breit sein, sonst müssen Sie die Dielen der 1. Reihe entsprechend kürzen.

• Anschließend alle Dielen ineinander klicken, bis der gesamte Boden verlegt ist. Die Verlegefläche des Laminates sollte acht bis zehn Meter in der Länge oder Breite nicht überschreiten, ansonsten unbedingt eine Dehnungsfuge einfügen.

• Die Dielen der letzten Reihe mit der Feder zur Wand und dem Dekor nach oben exakt auf die vorletzte Reihe legen. Ein Reststück nehmen, an der Wand entlang führen und den Abstand zur Wand mit einem Bleistift auf der oben liegenden Dielenreihe abtragen. Mindestens 8 mm für den Wandabstand dazurechnen, erneut mit dem Bleistift eine Linie ziehen und die Längsseite der Diele mit einer Stichsäge entsprechend kürzen. Wie gesagt, die Dielen der letzten Reihe sollten nicht weniger als 5 cm breit sein. Mit dem Zugeisen einpassen und fertig!

• Jetzt fehlen nur noch die Leisten, die je nach System angeschraubt oder angesteckt werden. Sie schließen den Fußboden zur Wand hin ab. Markenhersteller bieten passend zum Dekor eine Vielzahl unterschiedlicher Produkte an.

Anfallende Reste oder Altlaminat können übrigens ganz leicht entsorgt werden.